Arbeiten in der Eifel – dort, wo andere Urlaub machen

Ines - August 2018

Sehnsucht nach der Eifel? Das wäre mir vor einigen Jahren nicht in den Sinn gekommen. Aber, wer sich beruflich zwischendurch verändert und in eine Großstadt zieht, lernt das Arbeiten in einer beschaulichen kleinen Stadt zu schätzen.

Ich heiße Ines Fietz und habe 10 Jahre in der Eifel mit meiner Familie gelebt und gearbeitet. Wann immer möglich nutze ich die Gelegenheit für einen Besuch.

Das Arbeiten in der Hotellerie ist vielseitig, vielschichtig und niemals langweilig. Wer eine Ausbildung im Hotelfach macht, arbeitet mit und für Menschen, sollte kontaktfreudig und flexibel sein. Ich meine mit Flexibilität in diesem Fall nicht die Arbeitszeiten, sondern auch die Fähigkeit problemorientiert zu denken und zu handeln.

Als Direktionsassistentin war ich einige Jahre in unterschiedlichen Hotels der Eifel beschäftigt. Letzte Station war das Hotel Augustinerkloster und das Krimihotel in Hillesheim, die gemeinsam bewirtschaftet werden. Zu meinen Tätigkeitsfeldern gehörten die Ausbildung der Azubis, die Organisation der Bankettabteilung, weite Teile des Verkaufs und Marketings. Ich war das Bindeglied zwischen den Abteilungen und zum Hoteldirektor. Die Vielfältigkeit der Aufgaben und das Arbeiten in einem engagierten Team haben immer viel Spaß gemacht.

Der Druck, entsprechendes Geschäft für die Tagungs- und Veranstaltungsabteilung zu generieren war erträglich, bedingt auch durch die verschiedenen Alleinstellungsmerkmale der beiden Hotels, die diesbezüglich nicht miteinander konkurrieren und eine unterschiedliche Gästeklientel bedienen – oftmals aber die Möglichkeit bieten beides zusammenzuführen. Zahlen und Umsatz waren wichtig – die Zufriedenheit der Gäste stand und steht aber im Fokus.

Durch meinen Wechsel in eine pulsierende Großstadt im Rhein-Main-Gebiet habe ich, als ich für verschiedene renommierte Hotelketten die jeweilige Veranstaltungsabteilung geleitet habe, Zahlendruck und gegeneinander arbeitende international besetzte Teams kennengelernt. Diese erfolgreich in einer wachsenden Großstadt mit boomendem Hotelmarkt zu führen (Meetings wurden zumeist in englischer Sprache gehalten), war eine interessante, lehrreiche Herausforderung, die ich nicht missen möchte.

Zwischendurch, wenn Ruhe einkehrte, kam sie, die stille Sehnsucht nach der Beschaulichkeit und dem Heimeligen, dem schützenden Kokon der ländlichen Gegend der Eifel – dem „Beschütztsein“ in gewissem Maße auch im Job, in dem man sich nicht permanent mit der Konkurrenz auseinandersetzen muss.

Höher, besser, schneller, weiter – in einer sich drehenden Spirale. Allerdings, ist jedem jungen Kollegen zu empfehlen für einige Zeit über den Tellerrand zu schauen und neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Zurückkehren ist immer möglich, wenn man dies möchte. So kann man seine Persönlichkeit entwickeln und gleichzeitig in seiner neuen/alten Heimat neue Impulse setzen.

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